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Kampagne des Bundesumweltministeriums

Bauernregeln - So geht's nicht

Alexandra Königer, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
09.02.2017

München - Für Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sind die Bauernregeln der Bundesumweltministerin eine Beleidigung.

Horst Seehofer

„So geht‘s nicht“, sagte er am Mittwoch am Rande der CSU-Fraktionssitzung und forderte Hendricks dazu auf, sich bei den Bauern zu entschuldigen. „Ich würde mich als Bauer durch die Aktion beleidigt fühlen“, erklärte er. Man könne doch nicht einen ganzen Berufsstand vorführen. CSU-Chef Seehofer hofft auf ein schnelles Ende der Kampagne und will sich wenn nötig in Berlin dafür stark machen.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erklärte gegenüber dem Wochenblatt, die CSU werde nicht locker lassen, bis diese Kampagne gestoppt ist: „Dieses unsägliche Bauern-Bashing der SPD-Ministerin Hendricks muss sofort gestoppt werden. Hendricks hetzt gegen die bäuerliche Landwirtschaft. Die SPD hat in dieser Diffamierungskampagne des Bundesumweltministeriums bereits viel zu viel Steuergelder verbrannt. Diese sogenannten „Bauernregeln“ zeigen das bauernfeindliche Denken der SPD: Hendricks will die Erzeuger unserer Lebensmittel immer mehr gängeln.“

Am heutige Donnerstag werden Hendricks Bauernregeln zum Thema im Bayerischen Landtag: Die CSU-Fraktion fordert wie die Freien Wähler (FW) per Dringlichkeitsantrag, die Kampagne umgehend zu stoppen.

Damit steigt der Druck auf Hendricks, die Kampagne zu stoppen, zumal nun auch der Grünen-Politiker Ostendorff ein Ende der Aktion fordert.

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