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Elefantenhochzeit

Bayer gibt Angebot an Monsanto bekannt

pd
am
23.05.2016

Leverkusen - Aufgrund anhaltender Marktspekulationen und Stakeholder-Anfragen hat Bayer den Inhalt des vertraulichen Angebots zur Übernahme von Monsanto heute veröffentlicht.

Bayer hat ein Angebot zum Erwerb aller ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Monsanto für 122 USD pro Aktie in bar abgegeben. Das entspricht einer Gesamtbewertung von 62 Milliarden USD. Dieses Angebot basiert auf einer schriftlichen Offerte von Bayer an Monsanto vom 10. Mai 2016 und enthält einen erheblichen Aufschlag:
- 37 Prozent Prämie auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie von 89,03 USD am 9. Mai 2016,
- 36 Prozent Prämie auf den gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen drei Monate,
- 33 Prozent Prämie auf den gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen sechs Monate,
- entspricht dem 15,8-fachen EBITDA Monsantos (bezogen auf die letzten 12 Monate zum 29. Februar).

Der Hauptsitz der weltweiten Saatgutsparte des gemeinsamen Unternehmens sowie die Zentrale für Nordamerika sollen in St. Louis, Missouri, USA, angesiedelt sein. Der weltweite Bereich Pflanzenschutz sowie die Zentrale der Bayer-Division Crop Science sollen ihren Sitz in Monheim, Deutschland, haben. Darüber hinaus soll Crop Science neben Durham, North Carolina, USA, zahlreiche weitere Standorte in den USA und weltweit betreiben. Der Bereich Digital Farming des kombinierten Geschäfts soll seinen Sitz in der Nähe von San Francisco, Kalifornien, USA, haben.

Die Übernahme von Monsanto würde nach Einschätzung von Bayern führende Plattformen in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften, Pflanzenschutz, Biologika sowie digitale Landwirtschaft zusammenführen. Insbesondere würden die kombinierten Geschäfte von Monsantos Expertise im Bereich Saatgut und Pflanzeneigenschaften sowie von Bayers Pflanzenschutz-Portfolio eine große Bandbreite an Indikationen und Kulturen ermöglichen. Auch geografisch würden sich die beiden Unternehmen sehr gut ergänzen, wodurch die langjährige Präsenz von Bayer in Nord- und Südamerika deutlich ausgebaut und die Position in Europa und Asien/Pazifik gestärkt würde. Kunden beider Unternehmen würden vom breiten Produktangebot und der umfassenden gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungspipeline profitieren.

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