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Bayerischer Müllerbund hat einen neuen Präsident

pd
am
13.03.2017

München - Die Mitglieder des Bayerischen Müllerbundes wählten Rudolf Sagberger von der Ellermühle im niederbayerischen Landshut einstimmig zu ihrem neuen Verbands-Oberhaupt. Sein Vorgänger, Ludwig Kraus, wurde zum Ehrenpräsident ernannt.

Müllerbund

Der Bayerische Müllerbund e.V. hat seine Vorstandschaft neu gewählt und seit heute einen neuen Präsidenten. Ludwig Kraus stellte sich nach 24 Jahren als 1. Vorsitzender des Bayerischen Müllerbundes und 27-jähriger erfolgreicher Tätigkeit in der Vorstandschaft bei der heutigen Mitgliederversammlung im Hofbräuhaus in München nicht mehr zur Wahl. „Wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören! Aber ich freue mich, dass ich nach nunmehr 24-jähriger Tätigkeit an der Spitze unseres Verbandes einen überaus aktiven und mit Leben erfüllten Verband an meinen Nachfolger übergeben kann“, resümierte Kraus. Die Mitglieder des Bayerischen Müllerbundes wählten Rudolf Sagberger von der Ellermühle im niederbayerischen Landshut einstimmig zu ihrem neuen Verbands-Oberhaupt, der die Wahl sehr gerne annahm. „Unser Verband wird auch weiterhin den aktuellen Herausforderungen entgegentreten und als praktischer Ansprechpartner für unsere inhabergeführten Mühlen zur Verfügung stehen“, betonte Sagberger bei seiner Antrittsrede.

Rudolf Sagberger wird von Anton Schmid und Jürgen Englert als stellvertretende Vorsitzende unterstützt. Daneben wurden noch sieben weitere Vorstände in die Vorstandschaft des Müllerbundes berufen bzw. erneut bestätigt.

Damit Ludwig Kraus dem Müllerbund noch lange mit seinen Ideen erhalten bleibt, wurde er von der Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Verbandes gewählt. „Es ist zu begrüßen, dass Ludwig Kraus von den Mitgliedern zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde, denn so wird er dem Bayerischen Müllerbund auch weiterhin mit seinen Erfahrungen zur Verfügung stehen und Rudolf Sagberger unterstützen“, betonte der Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes, Dr. Josef Rampl.

Brunner ehrt Ludwig Kraus mit Bayerischem Löwen

Neben Dankesworten aus der Vorstandschaft und der Geschäftsführung ließ es sich der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner nicht nehmen, persönlich die Laudatio auf den scheidenden Präsidenten zu halten. Darin würdigte er Ludwig Kraus für all sein Schaffen und Tun für die Mühlenwirtschaft. Er betonte dabei, dass sich gerade unter Ludwig Kraus der Bayerische Müllerbund zu einem Dienstleister für die inhabergeführte Müllerei entwickelt habe.

Aber auch die Themen Umweltschutz und Verbraucherschutz waren zentrale Aktionsfelder in seiner Amtszeit. So entstand bereits Mitte der 90er Jahre das umfangreiche Kompendium „Die Umweltbewusste Mühle“ lange bevor andere sich für dieses Thema interessierten. Auch das DON-Vorerntemonitoring wurde unter seiner Amtszeit aus der Taufe gehoben, das einen guten Beitrag im praktikablen Umgang mit den jeweiligen Ernteherausforderungen liefert, lobte der Minister. Mit Abschaffung der Intervention und den einhergehenden Getreidepreisschwankungen wurde 2008 ein Getreideausschuss gegründet, der sich intensiv mit den einhergehenden Herausforderungen des preisvolatilen Getreidegeschäfts befasst. Neben dem Getreideausschuss wurde durch Kraus auch ein PR-Ausschuss in den Verband integriert, der sein Ziel, das Image der Mühlenbranche nach innen und außen zu stärken, erfolgreich verfolgt.

Auch auf die wachsenden Herausforderungen und strengeren Vorstellungen von Lebensmittelsicherheit erarbeitete der Müllerbund unter der Ägide von Ludwig Kraus praktikable Handlungshilfen. Zu berichten gäbe es noch vieles: Die Gründung und verstärkte Zusammenarbeit der Ernährungshandwerke, Forschungsprojekt zur Kleieverwertung, Butanolgewinnung bis hin zur Gründung eines Verdampferlöschverbundes zur Silobrandbekämpfung waren Akzente die Ludwig Kraus in seiner Amtszeit gesetzt hat“. „Hierfür verdient Ludwig Kraus ein herzliches Vergelt´s Gott“, betonte Brunner. Dies waren nur einige Themenschwerpunkte, denen sich Ludwig Kraus während seiner Amtszeit gewidmet hat. „Dort wo Ludwig Kraus angepackt hat, dort ist auch viel passiert – alles zum Wohl der Müllerei“, betonte Brunner.

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