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Tierseuchen

Bayern - finanzieller Anreiz für Schwarzwildjagd

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
19.12.2017

Im Sinne der präventiven Seuchenbekämpfung hat die Bayerische Staatsregierung auf Vorschlag des Landtags einen finanziellen Anreiz für den Abschuss von Wildschweinen beschlossen.

Wildschwein Bache

Von den baltischen Staaten und Osteuropa aus breitet sich die Afrikanische Schweinepest im Moment weiter aus. In der Nähe von Warschau wurde der Erreger bereits bei vierzig verendeten Wildschweinen festgestellt. In Tschechien gelingt es derweil dank massiver Eingriffe in den Wildschweinbestand die Seuche einzudämmen.

Um zu verhindern, dass sich die Schweinepest weiter ausbreitet, ist deshalb eine intensive und konsequente Bejagung von Wildschweinen von zentraler Bedeutung. Im Sinne der präventiven Seuchenbekämpfung hat die Bayerische Staatsregierung auf Vorschlag des Landtags einen finanziellen Anreiz in Höhe von 20 Euro je erlegtem Tier für den Abschuss von Wildschweinen (Frischlingen und Bachen) beschlossen. Damit wurde eine wichtige Forderung des Bayerischen Bauernverbandes erfüllt.

„Dieser Kabinettsbeschluss war notwendig und ist ein wichtiger weiterer Schritt in der Seuchenvorsorge“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl. „Wir danken Umweltministerin Ulrike Scharf und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner für ihren Einsatz. Außerdem rufe ich die bayerischen Jäger auf, die Abschusszahlen beim Schwarzwildabschuss nun deutlich zu erhöhen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist die flächendeckende Umsetzung der amtlichen Richtlinien zur Reduzierung der Schwarzwildbestände und des Maßnahmenpakets des bayerischen Landwirtschaftsministeriums entscheidend. „Die Verantwortung hierfür tragen die Behörden und Jäger. Wir Landwirte unterstützen die Jäger aber tatkräftig dabei“, so Heidl.

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