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Bibermanagement

Biberbestand in Bayern stärker regulieren

Biber-Management
pd
am
23.10.2017

Das Bibermanagement in schadensgeneigten Bereichen lässt eine Entnahme zwischen 1. September bis 15. März zu, um „erhebliche Schäden zu verhindern.

Die Zahl der Biber steigt stetig. Er siedelt sich in immer mehr konfliktträchtigen Lebensräumen – wie zum Beispiel kleinen Gräben und Teichanlagen – an. Die Entnahme ist gegenwärtig noch sehr gering. So wurden in den Jahren 2013 bis 2015 in mehr als der Hälfte der bayerischen Landkreise sowie in den kreisfreien Städten Biber gar nicht oder nur unzureichend entnommen. Dabei lässt das Bibermanagement in schadensgeneigten Bereichen eine Entnahme zwischen 1. September bis 15. März ausdrücklich zu, um „erhebliche Schäden“ für Grundeigentümer und Bewirtschafter zu verhindern.

Die unteren Naturschutzbehörden jedoch legen den Begriff „erheblichen Schaden“ meist derart eng aus, dass dafür erst die Existenz eines Betriebes gefährdet sein müsste. Aus Sicht des Bauernverbandes bedeutet „erheblich“ letztlich nur „mehr als nur geringfügig“. Auch die FFH-Richtlinie lässt Ausnahmen vom strengen Schutzstatus des Bibers bei ernsten Schäden insbesondere an Kulturpflanzen und in der Tierhaltung sowie an Wäldern, Fischgründen und Gewässern sowie an sonstigen Formen von Eigentum zu.

Zudem ist eine Bestandsregulierung aufgrund der öffentlichen Sicherheit möglich. Doch auch diese Option wird von unteren Naturschutzbehörden wegen teils überzogen strenger Handhabung selten genutzt.

Der Bayerische Bauernverband hat sich deshalb bereits mehrmals an das bayerische Umweltministerium gewandt. Die unteren Naturschutzbehörden müssen endlich angewiesen werden, die Möglichkeiten der Bestandsregulierung auch tatsächlich zu nutzen. Stattdessen werden jedoch die gemeldeten Schäden kleingeredet oder es wird Betroffenen gar von einer Schadensmeldung abgeraten.

Weitere Informationen finden Sie an dieser Stelle.

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