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Tierhaltung

Bietet staatliches Label mehr Tierwohl?

Schwein Finger
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
15.01.2019

Die staatliche Tierwohl-Kennzeichnung will nach Aussage des Ministeriums über eine reine Haltungskennzeichnung hinausgehen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft begründet dies damit, dass bei der staatlichen Kennzeichnung die gesamte Lebensspanne des Tiers in den Blick genommen werde – von der Geburt bis zur Schlachtung. Damit versucht es eine Grenze zu den Handelslabels zu ziehen, bei denen primär die Haltung und damit das Platzangebot und gegebenenfalls Bewegungsradien zählen.

Für ein eigenes staatliches Label würde auch der Verbraucherwunsch stehen. Der aktuelle Ernährungsreport 2019 des Bundesministeriums Ernährung und Landwirtschaft zeige, dass 81 Prozent der Verbraucher eine staatliche Tierwohl-Kennzeichnung wollen.

Wesentliche Eigenschaften der neuen Tierwohlkennzeichnung sollen insbesondere ein nationaler Rechtsrahmen, eine freiwillige Teilnahme und Anforderungen, denen nicht Haltungssysteme, sondern ressourcen-, management- und insbesondere tierbezogene Kriterien zu Grunde liegen.

Die staatliche Tierwohl-Kennzeichnung soll drei Stufen haben: eine Eingangsstufe, eine zweite Stufe und eine Premiumstufe.

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