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Glyphosat

Bioland will Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Gerald Wehde
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
07.11.2018

Die vom Bundesumweltministerium angekündigten verschärften Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmitteln reichen Bioland nicht aus.

Bioland begrüßt neben dem geplanten Glyphosat-Ausstieg vor allem die Ankündigung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts zu einem strengeren Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. "Es sei ein bereits lange fälliger Schritt, dass für jedes biodiversitätsschädigende Pflanzenschutzmittel verbindliche Vorgaben zur Anlage von Ausgleichflächen gemacht werden", sagte Gerald Wehde, Leiter Agrarpolitik bei Bioland. Im Schnitt soll der Anteil der Ausgleichsflächen bei 10 Prozent liegen.

Wehde geht aber noch einen Schritt weiter. Er fordert zusätzlich die Einführung einer "Pestizidabgabe". Als Grund führt er an, dass sich die Kosten für Artenverlust, Gewässerkontamination und pestizidbedingte Krankheiten weder in den Lebensmittelpreisen noch in den Pestizidpreisen niederschlagen würden.

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