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Anbau

Bioland will weniger Gentechnik

Gentechnik
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
27.03.2018

Auf der Bioland-Bundesdelegiertenversammlung in Fulda wurde von 160 Delegierten deshalb eine Resolution für den Erhalt der Gentechnikfreiheit auf Äckern und Tellern verabschiedet.

Die Delegierten sehen die Bundesregierung in der Pflicht, die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag zur Gentechnik auf dem Acker zügig umzusetzen.  Sie berufen sich dabei auf die  Verbraucher, die keine Gentechnik auf ihren Tellern wollten.
Bioland-Bauern können und wollen gentechnikfrei wirtschaften“, stellt Bioland-Präsident Jan Plagge fest. „Auch der Verbraucherwunsch zeigt klar einen Weg zu mehr Innovation auf den Höfen durch ganzheitlichen Ansatz sowie eine ökologische Pflanzenzüchtung statt mehr und mehr gentechnische Eingriffe zur Lösung von Einzelproblemen.“ Die Bioland-Bundesdelegiertenversammlung fordert von der neuen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, auch in Zukunft die Produktion von gentechnikfreien Lebensmitteln sicherzustellen. Dies garantiert die Wahlfreiheit von Bauern und Verbrauchern in Bezug auf GVOs.

Die Resolution umfasst drei Punkte

  • Anbauverbote deutschlandweit im Gentechnikgesetzt verankern: Die neue Bundesregierung muss umgehend für eine solide gesetzliche Regelung sorgen, mit der der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bundesweit und rechtssicher ausgeschlossen wird. Ein Flickenteppich regionaler Regelungen würde Bauern, Verbrauchern und Märkten schaden.
  • Vorsorgeprinzip anwenden: Neuartige Methoden des Genome Editings wie CRISPR/Cas, ODM, Talen oder Zinkfinger betrachtet Bioland als Gentechnik und seien als solche zu kennzeichnen. Sie griffen direkt in das Erbgut von Organismen ein und könnten ungeahnte Nebeneffekte produzieren, sogenannte Off-target-Effekte. 
  • Reinheit des Saatgutes sicherstellen: Gentechnikfreiheit beginnt im Samen. Deshalb müsse die Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut weiter Bestand haben. Durch umfangreichere Beprobung von Risikokulturen wie Raps, Mais und Soja solle die Dichte der Saatgutkontrollen erhöht werden. Nur so könne ein Inverkehrbringen kontaminierten Saatgutes so sicher wie möglich ausgeschlossen werden, damit Bauern gentechnikfreie Nahrungsmittel produzieren könnten.
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