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Kampagne des Bundesumweltministeriums

BJB wendet sich in einem offenen Brief an Hendricks

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
08.02.2017

Germering "Überraschung, Entsetzen, Enttäuschung – das sind die Gefühle, die die neuen Bauernregeln des BMUB bei uns Landjugendlichen auslösten, als wir sie sahen. Vielen tausend Landwirten und ihren Familien haben Sie eine schallende Ohrfeige verpasst. Ob gewollt oder nicht. Jeder dieser Reime fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht." So beginnt die Bayerische Jungbauernschaft ihren offenen Brief an die Bundesumweltministerin.

In dem offenen Brief hinterfragen Sie die Beteuerungen der Ministerin, dass sie den Landwirten keinen Schaden zufügen will: "Sie und Ihr Ministerium beteuern in der entstandenen Diskussion immer wieder, dass dies nicht beabsichtigt sei, dass Sie nicht alle Landwirte diffamieren wollen, dass Sie nur zur Diskussion anregen möchten. Und das möchten wir wirklich gerne glauben. Aber wir können es nicht."

Die Jungbauern zeigen ihre Gesprächsbereitschaft, stellen aber auch einige Forderungen auf. Die wichtigste lautet: "Hängen Sie diese Plakate nicht auf, brechen Sie die Kampagne ab! Reden Sie mit uns statt über uns!" Denn für den Verband ist die Kampagne eine klarer Diffamierung der Landwirschaft: "Auch wenn Sie sagen, dass es kein Angriff werden sollte – dies ist eine offene Attacke auf die Integrität eines ganzen Berufsstandes."

Sorgen bereitet den Jungbauern vor allem der Imageschaden: "In 70 Städten deutschlandweit von einem Bundesministerium ausgehende Plakate mit diesen Botschaften richten immensen Schaden am Vertrauen in unsere heimische Landwirtschaft an. Auch wenn die Kampagne mehr als nur diese Bauernregeln beinhaltet, werden wohl überwiegend diese in den Köpfen hängen bleiben und die weiteren Inhalte kaum gelesen."

Den offenen Brief finden hier im Original: offener_brief_bjb_bmub_presse.pdf

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