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Politik

„Boden- und Gewässerschutz gemeinsam verbessern“

von , am
18.02.2015

<b>München</b> - Brunner dehnt Modellprojekt auf ganz Bayern aus.

© Werkbild
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will den Boden- und Gewässerschutz im Freistaat voranbringen – und hat dazu jetzt eine in den Landkreisen Traunstein und Rottal-Inn erfolgreich erprobte Initiative auf ganz Bayern ausgedehnt. „Nur wenn Landwirte, Kommunen und Fachverwaltungen gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten, lassen sich Bodenerosion und Nährstoffeinträge in Bäche und Seen nachhaltig verringern“, sagte Brunner bei einer Fachtagung in München. Das habe die Initiative „boden:ständig“ der Verwaltung für Ländliche Entwicklung während ihrer Testphase am Waginger See und am Rottauensee eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Hier sind dank intensiver Zusammenarbeit Mitmachprojekte entstanden, die dauerhaft Fortschritte beim Boden- und Gewässerschutz erwarten lassen“, so der Minister.
Erfolgsgeheimnis sei eine optimale Arbeitsteilung der Beteiligten: „Die Landwirte setzen auf erosionsmindernde Bewirtschaftungsmethoden, die Gemeinden sorgen für einen naturnahen Zustand der Wasserläufe und gemeinsam realisiert man Puffersysteme wie begrünte Abflussmulden und Feuchtflächen“.
Für eine professionelle Beratung und Begleitung sorgt laut Brunner die Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Und zudem gibt es passgenaue staatliche Zuschüsse – etwa im Rahmen des neuen Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms, das der Minister gezielt auf den Gewässerschutz ausgerichtet hat.
Schon jetzt ist das Interesse auch in anderen Landesteilen hoch: 30 Projektgebiete stehen derzeit in den Startlöchern für „boden:ständig“ - Tendenz steigend.
Nach Aussage des Ministers ist die Initiative ein Paradebeispiel dafür, wie gut der bayerische Grundsatz „Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht“ funktioniert, wenn alle Beteiligten eng eingebunden werden und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung habe mit Dorferneuerung, Flurneuordnung und Integrierter Ländlicher Entwicklung die geeigneten Instrumente, um eine nachhaltige Landnutzung zu unterstützen und den Bodenschutz zu stärken. Detailinfos zu „boden:ständig“ und zu den Projekten finden sich im Internet unter www.boden-staendig.eu.
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