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Kampagne des Bundesumweltministeriums

Brunner schreibt in einem Brief an Hendricks Klartext

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
08.02.2017

München - Der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat sich in einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gewandt. Darin spricht er Tacheles. So sieht er in dem Niveau der politische Auseinandersetzung einen gefährlichen Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft.

Helmut Brunner

In einem unmissverständlichen Ton verurteilt Brunner die Kampagne und wirft der Ministerin vor: "Die von Ihnen ausdrücklich gebilligte Aktion Ihres Ministeriums geht bewusst und gezielt zu Lasten unserer ehrlich und hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern in unserem Land, die sich ein weiteres Mal von Ihnen und Ihrem Haus gedemütigt, ja verachtet fühlen. Diese Wirkung können Sie auch mit keinem Gegenargument abstreiten oder relativieren. Mit Ihrer Aktion zerschneiden Sie das Gesprächsband zwischen den Beteiligten und verhindern eine zielorientierte und ausgewogene Lösungsfindung."

Brunner plädiert für eine anderen Weg. Er soll nicht spalten sondern nach Möglichkeit gemeinsame Lösungen eröffnen. Dass dabei am Ende ein Kompromiss stehe, sei ein wesentlicher Kern der politischen Verfassung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland. "Dieses staatspolitische Grundverständnis verlassen Sie mit ihrer Aktion", urteilt er über die Bundesministerin und fährt fort: "Sie setzen nicht auf Menschen und ihre positive Gestaltungskraft und auch nicht auf Anreize zum freiwilligen Mitmachen sondern auf Gängelung und jetzt sogar - ein neuer Tiefpunkt - auf Diskriminierung."

Deshalb fordert er die Ministerin auf, von der geplanten Aktion abzulassen und zur Achtung aller Menschen und des bäuerlichen Berufsstand zurückzukehren.

Den Brief finden Sie in seiner Originalfassung hier. offener_brief_an_bm_hendricks-aem.pdf

 

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