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Veredelung

Bundesverband Rind und Schwein e. V. aus der Taufe gehoben

pd
am
12.05.2017

Bonn - Mehrere Verbände aus der Rinderzucht und Schweineproduktion verschmelzen zum Bundesverband Rind und Schwein e. V.

Die deutsche Nutztierhaltung befindet sich im Wandel ebenso wie die gesellschaftlichen Erwartungen an die Branche. Indikatoren sind der fortschreitende Strukturwandel in der Rinder- und Schweinehaltung, der durch eine Reduzierung der Anzahl Nutztierhalter sowie durch Fusionen und Kooperationen der Mitgliedsorganisationen gekennzeichnet ist.

Daher haben die Vorstände und die Mitglieder der folgenden Verbände in der Rinder- und Schweineproduktion die Notwendigkeit gesehen, die bisherigen Verbandsstrukturen auf Bundesebene zu überdenken, mit dem Ziel Ressourcen zu bündeln.

  • Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V.,
  • Bundesverband der Deutschen Fleischrinderzüchter und –halter e V.,
  • Deutscher Holstein Verband e. V.
  • und Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e. V.

Die in Politik und Gesellschaft diskutierten Themen betreffen die Rinder- und Schweinehalter gleichermaßen. In der Gesetzgebung werden die Tierarten Rind und Schwein gemeinsam behandelt, sei es im Tierschutzrecht, im Tierzuchtrecht oder Tiergesundheitsrecht.

Die verschmelzenden Verbände wollen sich dieser Entwicklung durch Aufbau eines gemeinsamen Verbandes stellen, um eine zukunftsfähige Nutztierhaltung in Deutschland sichern zu können.

Die Interessenvertretung nehmen bisher in der Rinderzucht die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. (ADR) und in der Schweineproduktion der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e. V. (ZDS) wahr. Die ADR hat vier Mitgliedsverbände: den Deutschen Holstein Verband, den Bundesverband Deutscher Fleischrinderzüchter und –halter, die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen und den Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung. Die Mitglieder dieser Verbände haben die Notwendigkeit gesehen, ihre Arbeit in einem Gesamtverband zu konzentrieren. Gleichzeitig soll durch das Zusammenführen der Verbände der Rinder- und Schweineproduktion eine starke Interessenvertretung erreicht werden.

Neben der öffentlichen und politischen Interessenvertretung soll die fachliche Arbeit weiterhin ein Schwerpunkt im neuen Gesamtverband Bundesverband Rind und Schwein sein.

Die erste Mitgliederversammlung findet am Dienstag, dem 16. Mai 2017 unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Berlin statt. Ab 18:00 Uhr schließt sich ein Parlamentarischer Abend an, zu dem Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt als Gastredner geladen ist.

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