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Wolfsmanagement

CDU fordert Realismus statt Wolfsromantik

Wolf
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
12.03.2019

Bundesumweltministerin Schulze hat Vorschläge zum Umgang mit Wölfen vorgelegt. Der CDU gehen sie nicht weit genug.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann erkärte dazu, es höchste Zeit gewesen sei, dass das Umweltbundesministerium sich bewege. Täglich gebe es Meldungen über Wolfsrisse. Die Zahl der verletzten und getöteten Haus- und Nutztiere sei explodiert.

Aber die Vorschläge reichen Connemann nicht aus. Es fehle das grundsätzliche Bekenntnis, dass die Sicherheit von Menschen oberste Priorität habe. Tierschutz sei nicht teilbar. Ein Pferd, ein Schaf, ein Hund haben den gleichen Schutz verdient wie ein Wolf

Die CDU-Fraktion fordert eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland und Europa. Dies könne nicht national erfolgen. Wölfe würden keine Ländergrenzen kennen. Konkret bedeute dies, dass auf europäischer Ebene der Schutzstatus auf „geschützt“ herabgestuft werden müsse.

Die heute auf nationaler Ebene bereits bestehenden Spielräume seien zu nutzen. Dafür sei das Bundesnaturschutzgesetz zu ändern – und zwar stärker als es das BMU beabsichtige. Kleinere Änderungen mit Placeboeffekt würden nicht reichen. "Wir brauchen lokale und regionale Bestandsmanagementpläne für den Wolf sowie wolfsfreie Regionen unter Einbeziehung der Problemlage unserer Weidetierhalter. Den Jagdausübungsberechtigten sollte die Durchführung von Management- und Entnahmemaßnahmen übertragen werden“, so die Forderung von Connemann.

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