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Aus dem Landtag

CSU will Entnahmen von Bibern erleichtern

Alexandra Königer, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
02.03.2017

München - Bisher können die Kreisverwaltungsbehörden, also Landräte, selbst entscheiden, ob Biber in bestimmten Bereichen auf Antrag entnommen – also geschossen oder gefangen werden dürfen. Geht es nach der CSU, soll sich das jetzt ändern und die Grundlage dafür in der sogenannten artenschutzrechtlichen Ausnahmeverordnung geschaffen werden.

Biber

„Wir möchten die Bestimmung dahingehend ändern, dass begründete Anträge auf Entnahme künftig nicht nur genehmigt werden können, sondern genehmigt werden sollen“, erklärte Tanja Schorer-Dremel (CSU) vergangene Woche im Umweltausschuss. „Wir erhoffen uns davon, dass künftig in ganz Bayern die gleiche Praxis für die Entnahme von Bibern zur Anwendung kommt.“ Die Freien Wähler (FW) stimmten zu – aus ihrer Sicht ist eine einheitliche Regelung in allen Landkreisen überfällig.

Die SPD enthielt sich: Laut ihrem Umweltexperten Florian von Brunn habe die CSU bisher keine überzeugenden Fakten vorgelegt, warum die derzeitige Regelung unzureichend sei. „Auf dieser Grundlage wollen wir keinen Freibrief erteilen“, so von Brunn. Die Grünen lehnten den Antrag ab: „Die derzeitige Regelung ist völlig ausreichend“, sagte der Umweltausschussvorsitzende Christian Magerl.

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