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Gentechnik

Demeter übergibt Unterschriftenliste

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
23.07.2018

Der Bioverband Demeter sieht in den neuen gentechnischen Verfahren ein Risiko für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher.

Demeter-Unterschriften

Die neuen gentechnischen Verfahren tragen Namen wie „CRISPR/Cas“ oder „Genome Editing“. Doch auch hier wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert. Auch bei Genmanipulationen mit den neuen Techniken treten nach Einschätzung von Demeter häufig ungeplante Nebeneffekte auf. Zudem befürchtet der Verband, dass gentechnisch manipulierte Pflanzen sich nach einer Freisetzung unkontrolliert ausbreiten und durch Pollenflug auch Nachbarfelder kontaminieren. Daher sei eine unregulierte Freisetzung dieser gentechnischen Organismen ein großes Risiko für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher. 

„Mit ihren Fußabdrücken haben über Hunderttausend Verbraucherinnen und Verbraucher klar gemacht: Sie wollen keine Gentechnik in ihrem Essen! Die neuesten Umfrage-Ergebnisse des Umweltministeriums zum Naturbewusstsein unterstreichen, dass dies auf eine Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen in Deutschland zutrifft“, betont Antje Kölling, politische Sprecherin bei Demeter bei der Unterschriften-Übergabe der Initiative FOODprint an Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

„Daher rufen wir Umweltministerin Schulze und Landwirtschaftsministerin Klöckner auf, sich für eine konsequente Kennzeichnung von Pflanzen einzusetzen, die mithilfe der neuen Gentechnik erzeugt wurden". Dies sei sowohl angewandter Verbraucherschutz als auch eine notwendige Unterstützung für die gentechnikfreie Landwirtschaft. Neben dem Ökolandbau hätten sich auch zahlreiche konventionelle Bäuerinnen und Bauern auf gentechnikfreie Märkte spezialisiert. Sie würden Transparenz und Wahlfreiheit brauchen, um weiterhin gentechnikfrei wirtschaften und ihre Produkte am Markt absetzen zu können. Es gehe bei dieser Frage um bäuerliche Existenzen!

Die Initiative FOODprint fordert: Das Gentechnikgesetz mit Regeln zu Vorsorge, Kennzeichnung und Risikomanagement muss auch bei der neuen Gentechnik konsequent angewendet werden!

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