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Gentechnik

Demeter verlangt klare Regelungen zur Gentechnik

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
04.07.2018

Ende Juli wird ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Frage erwartet, ob es sich bei molekularbiologischen Methoden wie „Genome-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichtete Mutagenese“ um Gentechnik handelt.

Gemeinsam mit anderen Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz hat Demeter eine Resolution an Politikerinnen und Politiker geschickt, die eine konsequente Anwendung des bestehenden Gentechnikrechts auch bei neuen Gentechniken fordert.

  „Auch wenn die neuen gentechnischen Verfahren Namen tragen, die suggerieren, alles sei überschaubar: Hier wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert!“, betont Demeter Vorstand Alexander Gerber. „Immer mehr neue Studien zeigen, dass auch bei Genmanipulationen mit den neuen Techniken häufig ungeplante Nebeneffekte auftreten. Dies und die Tatsache, dass es bei der Gentechnik um Lebewesen geht, die sich unkontrolliert ausbreiten können, macht deutlich, dass eine unregulierte Freisetzung dieser gentechnischen Organismen ein großes Risiko für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher darstellt!“
 
 „Der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU wollen gentechnikfrei essen!“, ergänzt Antje Kölling, politische Sprecherin bei Demeter. Die konsequente Kennzeichnung der mithilfe der neuen Gentechnik erzeugten Pflanzen sei daher angewandter Verbraucherschutz. Nur mit der durch Kennzeichnungspflicht ermöglichten Wahlfreiheit könnten Bäuerinnen und Bauern weiterhin gentechnikfrei wirtschaften und ihre Produkte am Markt absetzen. Es gehe um bäuerliche Existenzen!

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