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Waldbesitzer

Der Eigentümer muss entscheiden

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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
19.08.2016

München - Eigentlich sollte es für einen Verband ja positiv sein, wenn die Zahl der potenziellen Mitglieder zunimmt. Aber gerade für den Bayerischen Waldbesitzerverband hat diese Medaille auch eine Kehrseite.

Sepp Kellerer

Zwar werden die Waldbesitzer in Bayern immer mehr. Der klassische Fall, dass ein Waldbesitzer quasi im Hauptberuf Landwirt ist, ist aber nicht mehr unbedingt die Regel: Der Bezug zum Wald, das Wissen darüber und die handwerklichen Fähigkeiten in der Waldarbeit nehmen ab. Und möglicherweise ändert sich damit auch die Einstellung zum Wald. Darin liegt ein Risiko.

In der wachsenden Zahl der Waldbesitzer liegt aber auch eine Chance. Waldbesitzer können für ihr Tun nicht in millionenschweren Kampagnen werben, aber Waldbesitzer können ihren Nachbarn, Feunden, Verwandten und Bekannten erzählen, was sie in ihrem Wald tun und warum. Und je größer der Kreis derer, die das tun, umso größer ist die Chance, dass man nicht nur gute Argumente für die Waldbewirtschaftung hat, sondern dass diese im Mainstream landen und Gehör finden.

Falls es noch nicht klar ist: Wer sich für die Bewirtschaftung des Waldes entscheidet, der muss dafür auch werben. Das ist keine Aufgabe, die man mit ein paar Euro Mitgliedsbeitrag an eine Waldbesitzervereinigung, an eine forstwirtschaftliche Vereinigung oder an einen Waldbesitzerverband delegieren kann.

Wer sich dafür entscheidet, den Wald zu bewirtschaften und dafür auch zu werben, der tut sich aber in einer Waldbesitzervereinigung, einer Forstwirtschaftlichen Vereinigung oder in einem Waldbesitzerverband natürlich viel leichter, denn als Einzelkämpfer.

Wie sagt doch Josef Ziegler, der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes: Entscheiden soll und muss am Ende der Eigentümer. Das vor allem gilt es zu bewahren.

 

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