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GAP-Reform

Einschnitte bei Direktzahlungen für Großbetriebe geplant

aiz
am
23.10.2017

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat seinen Kollegen dazu ein 21-seitiges Papier mit dem Namen "The Future of Food and Farming" vorgelegt und nennt Zahlen.

Die EU-Kommission will das Papier am 29. November präsentieren.Die konkreten Reformvorschläge werden erst im Laufe des Jahres 2018 erwartet.

Änderungen in dem Entwurf an der laufenden GAP betreffen vor allem die Direktzahlungen. Hogan kritisiert, dass 80% der Haushaltsmittel für die heutigen Zahlungen bei lediglich 20% der landwirtschaftlichen Betriebe ankommen. Deshalb schlägt der irische Kommissar eine Obergrenze von 60.000 bis 100.000 Euro/Betrieb und Landwirt vor. Allerdings sollten angestellte Arbeitskräfte in Großbetrieben berücksichtigt werden und die Obergrenze anheben. Arbeitsplätze will Hogan mit seinem Vorstoß jedenfalls nicht gefährden.

Zudem sollen die Direktzahlungen in Kleinbetrieben mit der kommenden Reform angehoben werden. Schließlich fordert der Agrarkommissar eine Angleichung der Direktzahlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und geht damit auf einen ungelösten Verteilungskampf zwischen dem Osten und dem Westen der EU ein. Eine nationale Kofinanzierung der ersten Säule der GAP lehnt Hogan ab, weil das die Gemeinsamkeit in der Agrarpolitik infrage stellen würde. An den Aussagen des Papiers kann sich in der Debatte innerhalb der EU-Kommission noch einiges ändern.

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