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Umweltministerkonferenz

Energie und Wolf stehen im Mittelpunkt

Wolf
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
12.11.2018

Die Umweltministerkonferenz hat sich für einen stärkeren Netzausbau ausgesprochen und konkretisiert den Umgang mit Wölfen in Deutschland.

Die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder haben sich auf der jüngsten Umweltministerkonferenz (UMK) in Bremen für einen zügigen Netzausbau ausgesprochen. Einen entsprechenden Antrag hatte Schleswig-Holstein eingebracht.

"Wir wollen es mit unserem Potential im Bereich der Erneuerbaren Energien möglich machen, dass in ganz Deutschland schneller aus fossilen Energieträgern ausgestiegen wird", sagte Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht nach der gemeinsamen Entscheidung. Schleswig-Holstein leiste bereits einen großen Beitrag, der mit stärkeren Netzen noch größer werden könne.

Konkret wollen die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder unter anderem sicherstellen, dass die Ziele der Bundesregierung, im Jahr 2030 65 Prozent des Strombedarfs durch Erneuerbare Energien abzudecken, erreicht wird, und dass die Planungen der Netze strategischer und schneller durchgeführt werden.

Neben dem Netzausbau wurde auch über den Umgang mit dem Wolf debattiert. Es bestand unter den Umweltministern Einigkeit darin, dass es einer rechtssicheren Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen zum Schutz der Weidetierhaltung bei Einhaltung der der notwendigen Präventionsmaßnahmen bedarf. Entsprechende Leitlinien des Bundes hierzu wurden im Rahmen der UMK zur Kenntnis genommen. Weiter hat der Bund zugesagt, im ersten Quartal 2019 eine überschlägige Abschätzung des günstigen Erhaltungszustandes vorzunehmen und auf der kommenden UMK dazu zu berichten.

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