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Produktionsverzicht bei Milch

Entschädigung nach dem Windhundverfahren

aiz
am
19.07.2016

Brüssel - Im September können Milcherzeuger den Antrag auf Entschädigung für eine Minderproduktion von Milch stellen.

Die Europäische Kommission werde die Anträge im Windhundverfahren vergeben, kündigte EU-Agrarkommissar Phil Hogan nach dem gestrigen EU-Agrarrat in Brüssel an. Das heißt, wer zuerst seinen Antrag stellt, werde auch zuerst bedient. Die Milcherzeuger bekommen 14 Cent/kg. Für die Maßnahme stehen 150 Mio. Euro zur Verfügung. Wenn die Summe aufgebraucht ist, werden keine Anträge mehr bewilligt.

Die EU kann damit eine Angebotsminderung von etwas mehr als 1 Mio. t Milch bezahlen. Das sind 2 bis 3 % der Milcherzeugung der EU im vierten Quartal. Für die Erzeuger zählen der Oktober, der November und der Dezember 2016. Sie werden für die gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten verminderte Ablieferungsmenge mit 14 Cent/kg entschädigt. Das Geld dürfte dann im Laufe des Frühjahrs an die Landwirte fließen. Die EU-Mitgliedstaaten reichen im September 2016 die Anträge an die EU-Kommission weiter. Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften könnten bei der Abwicklung helfen, schlug Hogan vor. Rechtlich sind sie nicht eingebunden.

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