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Netzausbau

Erdkabel - Thüringen kritisiert Gutachten von TenneT und TransnetBW

Erdkabel
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
10.01.2018

Zwei Ministerien bemängeln, dass der Thüringer Vorschlag nicht ernsthaft geprüft wurde.

Landwirtschaftsministerin Birgit Keller und Umweltministerin Anja Siegesmund trafen sich gestern mit Vertretern des „Salzunger Bündnisses gegen SuedLink in Westthüringen“. Dabei wurden die gemeinsamen Positionen im weiteren Bundesfachplanungsverfahren zum SuedLink-Erdkabelvorhaben besprochen.

„Das von TenneT und TransnetBW vorgelegte Gutachten zum Thüringer Vorschlag überzeugt nicht. Statt die bisherigen konstruktiven Hinweise des Freistaats Thüringens aufzugreifen, werden die bisherigen Fehler beim gutachterlichen Vergleich der Erdkabelkorridore wiederholt. Es entsteht der Eindruck, als ginge es den Vorhabenträgern nur darum, die eigene Vorgehensweise zu bestätigen und nicht sich ernsthaft mit dem Thüringer Vorschlag auseinanderzusetzen und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen“, sagte Landwirtschaftsminister Birgit Keller

Zu dem Gespräch mit den kommunalen Spitzen der Landkreise Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen, Unstrut-Hainich-Kreis und der Stadt Eisenach als Vertreter des Salzunger Bündnisses erklärt Ministerin Anja Siegesmund:

Umweltministerun Siegesmund rief die Bundesnetzagentur auf zu handeln.

Der Freistaat Thüringen hatte im Zuge der Antragskonferenzen zu den beiden SuedLink-Vorhaben Nr. 3 Brunsbüttel – Großgartach und Nr. 4 Wilster – Grafenrheinfeld im Frühjahr vergangenen Jahres ein alternatives Erdkabelkorridornetz entlang der Luftlinie zwischen Brunsbüttel und Großgartach außerhalb Thüringens vorgeschlagen. Die Bundesnetzagentur hatte diese zentrale Forderung Thüringens nach einem Alternativkorridor aufgegriffen und die Vorhabenträger aufgefordert, das von Thüringen vorgeschlagene Korridornetz zusätzlich zu prüfen.

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