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Tierwohl

Ermittlung wegen Tierschutzverstößen

BLW
am
12.04.2017

Erfurt/Mühlhausen - Gegen Klaus Kliem, den ehemaligen Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutz-Gesetz. Das bestätigte vergangene Woche die Staatsanwaltschaft Mühlhausen.

Klaus Kliem

Wie das Thüringer Sozialministerium berichtete, mussten mehrere Schweine in einem Betrieb Kliems in Aschara wegen ihres schlechten Zustandes notgetötet werden.

Der Landesbauernverband reagierte mit „Erschrecken und Enttäuschung“ auf die Vorwürfe. Verstöße gegen den Tierschutz und gegen gesetzliche Bestimmungen seien nicht zu rechtfertigen. Die Ereignisse seien ein schwerer Rückschlag für die Arbeit der Halter an den Tierhaltungsbedingungen und für den Dialog mit der Gesellschaft. Der Thüringer Bauernverband stellte aber auch fest, dass die Tierhalter seit Jahren „an der Kante der Unwirtschaftlichkeit“ arbeiteten. Der Verband verlangt deshalb „einen neuen gesellschaftlichen Konsens über die Tierhaltung in Deutschland“. Dabei müsse anerkannt werden, dass Lebensmittelqualität und Tierwohl ihren Preis hätten. Höhere Anforderungen würden nicht über höhere Preise honoriert.

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