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Gemeinsame Agrarpolitik

EU-Agrarausschuss 2017 mit Weiterentwicklung der GAP befasst

aiz
am
16.01.2017

Brüssel - Die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wird 2017 ein dominierendes Thema im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments sein. Ein Schwerpunkt wird der Omnibusverordnungsvorschlag der Europäischen Kommission sein, durch den die aktuell gültige GAP entbürokratisiert und damit einfacher werden soll. Der Ausschuss wird den Vorschlag voraussichtlich bis September 2017 diskutieren.

Für die GAP nach 2020 wird im Februar 2017 eine öffentliche Konsultation starten, an der sich alle interessierten Personen, Verbände, NGO's und so weiter beteiligen können. "Diese Form der Kommunikation mittels Online-Fragebogen gewinnt immer mehr an Bedeutung und fließt direkt in die Arbeit der EU-Kommission ein", rief EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger zu reger Teilnahme auf. Eine Mitteilung der EU-Kommission soll es dazu im Oktober oder November 2017 geben, kündigte Georg Häusler, Direktor in der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission, im Gespräch mit österreichischen Journalisten in Brüssel, an. Die Vereinfachung werde eine so große Rolle spielen wie noch nie, beteuerte der Experte. Aber auch die Überprüfung der Wirksamkeit der aktuellen Kriseninstrumentarien werde ein weiterer Schwerpunkt der GAP-Reform sein.

Die EU-Parlamentarier werden sich im laufenden Jahr unter anderem auch mit der Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelkette anhand der Ergebnisse der Task Force Agrarmärkte, mit der Revision der EU-Bioverordnung sowie mit den geplanten Freihandelsabkommen mit Kanada beziehungsweise mit den USA beschäftigen.

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