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Ökolandbau

EU-Bioverordnung: Maltesische Ratspräsidentschaft sagt Verhandlungen ab

Fleckviehkuh auf Weide
aiz
am
31.05.2017

Brüssel - Die Verhandlungen um die EU-Bioverordnung stehen kurz vor dem Scheitern. Die maltesische Ratspräsidentschaft sagt den für Mittwoch anberaumten Trilog ab, da sich die EU-Mitgliedstaaten nicht auf eine Position einigen können.

Vor allem die unerlaubten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Bioerzeugnissen verhindern eine mehrheitsfähige Position unter den EU-Mitgliedstaaten. Die eine Hälfte hielt im Sonderausschuss an der alten Ratsposition fest, nach der es keine gesonderten Grenzwerte für Pflanzenschutzmittelrückstände im Biolandbau geben soll. Die andere Hälfte fordert dagegen besondere Grenzwerte, die unter denen des konventionellen Anbaus liegen sollen. Nachdem auch noch Gewächshäuser in Biobetrieben für einen kaum lösbaren Streit unter den EU-Mitgliedstaaten sorgten, gab die maltesische Präsidentschaft entnervt auf.

Jetzt sollen die EU-Agrarminister auf ihrem Ratstreffen am 12. Juni 2017 in Luxemburg klären, ob nicht doch noch eine Einigung in letzter Minute möglich ist. Erst dann können die Verhandlungen mit dem Europaparlament und der EU-Kommission im Trilog weitergeführt werden.

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