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Glyphosat

EU-Kommission legt Kompromiss vor

aiz
am
26.04.2016

Brüssel - Wiederzulassung soll auf zehn Jahre verkürzt werden.

Die Europäische Kommission legte den EU-Mitgliedstaaten einen neuen Entwurf für die Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat vor. Nach dem soll die Genehmigung für einen Zeitraum von zehn Jahren gelten anstatt der ursprünglich vorgesehenen 15 Jahre. Das Europaparlament möchte dagegen die Zulassung auf sieben Jahre beschränken - ist allerdings rechtlich nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden. Im Fall einer negativen Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) soll das umstrittene Pflanzenschutzmittel weiterhin sofort verboten werden, heißt es im Entwurf der Verordnung. Die Einschätzung der ECHA wird im kommenden Jahr erwartet.

Deutschland will der Wiederzulassung von Glyphosat inzwischen zustimmen. Allerdings macht es das Bundesumweltministerium zur Bedingung, dass die EU-Mitgliedstaaten Auflagen für den Artenschutz erlassen, wenn sie nach dem grundsätzlichen grünen Licht aus Brüssel anschließend einzelne Produkte mit dem Wirkstoff genehmigen werden. Die Abstimmung über Glyphosat wird am 18. oder 19. Mai 2016 erwartet.

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