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Tierwohl

EU-Parlament gegen lange Tiertransporte

Tiertransport
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
15.02.2019

Mitglieder des EU-Agrarausschusses forderten das Parlament in einem Bericht dazu auf, die Transportbedingungen für Tiere zu verbessern, Kontrollen zu verschärfen und Transporte in Drittstaaten außerhalb der EU zu unterbinden, wo Transporte zu EU-Bestimmungen nicht möglich sind.

Betroffen sind Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU. Den Mitgliedstaaten sollen härtere Sanktionen drohen, wenn sie sich nicht an geltendes EU-Recht halten. Zukünftig sollen Alternativen wie mobiles Schlachten und der Direktverkauf gefördert werden.

Der Deutsche Bundestag hatte im letzten Jahr einem ähnlichen Antrag nicht zugestimmt. Damals wollten sowohl die Grünen als auch die FDP  in einem Antrag ein Aussetzen aller Tiertransporte in Drittstaaten erwirken.

Auch auf lokaler Ebene gab es in diesem Punkt Bewegung. Einige Veterinärämter in Bayern stellen sich offen gegen Langstreckentransporte von Lebendtieren in Nicht-EU-Länder. Den Anfang machte das Veterinäramt Landshut. Auslöser war der geplante Transport einer trächtigen Kuh, die rund 5.000 Kilometer weit nach Usbekistan transportiert werden sollte. Das Veterinäramt will in Zukunft keinem dieser Transporte mehr zustimmen, es verweigert sein "Vorzeugnis". Kurz danach folgten zwei weitere bayerische Landkreise: Nach Landshut verweigern nun auch die Landräte von Passau und Freyung-Grafenau ihre Zustimmung.

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