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Gentechnik

EU-Staaten ohne qualifizierte Mehrheit zu GV-Maiszulassungen

Maisfeld
aiz
am
31.03.2017

Brüssel - Über die Zulassung von gentechnisch veränderten (GV-)Maissorten für den Import und den Anbau muss nun die Europäische Kommission entscheiden, nachdem die EU-Staaten im Berufungsausschuss keine qualifizierte Mehrheit dafür oder dagegen finden konnten.

Konkret geht es um die Wiederzulassung der gentechnisch veränderten Maislinie MON810 von Monsanto sowie die Erstzulassung der Maislinien 1507 von Dow-Pioneer und Bt11 von Syngenta. Auch über einen Vorschlag zum Import von neuen gentechnisch veränderten Maissorten der Firma Syngenta fanden die EU-Mitgliedsländer keine einheitliche Linie. Dieser beinhaltet die Verwendung von fünf verschiedenen Sorten und deren Subkombinationen.

Sollte die EU-Kommission über die Zulassungen positiv entscheiden, kann Österreich dennoch den Anbau hierzulande verbieten. Seit 2015 dürfen die Mitgliedstaaten den Anbau von GV-Pflanzen auf ihrem Staatsgebiet untersagen, auch wenn die Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) grünes Licht dafür gab.

Die EU-Staaten sind bereits Ende Jänner diesen Jahres im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (PAFF) zu keinem klaren Ergebnis gekommen, weshalb sich nun der Berufungsausschuss mit dem Thema befassen musste - allerdings wieder ohne Erfolg.

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