Login
EU-Agrarrat

Europäische Kommission schnürt neues Hilfspaket

aiz
am
18.07.2016

Brüssel - Für die EU-Milcherzeuger werden die Beihilfen aufgestockt. Wie schon im September 2015 stehen noch einmal 500 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung.

Davon dürfen die EU-Mitgliedstaaten 350 Mio. Euro selbst verwenden, wobei die Europäische Kommission die Extensivierung der Milcherzeugung, den Zusammenschluss der Landwirte oder eine besondere Förderung der Kleinlandwirte als Ziele der nationalen Programme vorgibt. Deutschland bekommt von den 3050 Mio. knapp 58 Mio. Euro und Frankreich fast 50 Mio. Euro. Die EU-Mitgliedstaaten dürfen die Summe verdoppeln.

Mit 150 Mio. Euro möchte die Europäische Kommission freiwillige Anreize zu Verminderung der Milcherzeugung geben. Die EU-Kommission hat dazu noch keine Einzelheiten bekannt gegeben. Laut österreichischen Angaben sollen pro Liter nicht angelieferter Milch EU-weit 14 Cent als Anreiz ausbezahlt werden. Im Gespräch ist ein Herauskauf von 1,4 Mio. t in drei Monaten.

Die EU-Kommission wird den Interventionszeitraum für Magermilchpulver über den 30. September 2016 hinaus verlängern und die Obergrenze von 350.000 t für die Intervention von Milchpulver gilt bis zum Jahresende. Die Private Lagerhaltung (PLH) für Milch und Butter wird bis Februar 2017 verlängert.

Um den Landwirten Liquidität zu verschaffen, dürfen die EU-Mitgliedstaaten im Oktober 70 % der Direktzahlungen auszahlen. Für flächenbezogene Prämien sind es bis zu 85 % an Vorschuss. Allerdings müssen bis dahin die Kontrollen fertig sein.

Auch interessant