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Lieber Leser

Von Fakten und von Spekulation

Schmidt Christian
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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
30.11.2017

Es gibt Geschehnisse und Abläufe, da reibt man sich erst die Augen, um dann doch nur den Kopf schütteln zu können.

Sepp Kellerer

Die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat durch die EU ist so ein Fall. Da hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einmal Flagge gezeigt und beigetragen, dass die Hängepartie ein Ende hat, und schon wird von allen politischen Seiten auf ihn eingeprügelt, auch von denen, die immer gerügt haben, dass er bisher mit seinem Abstimmungsverhalten in Brüssel nicht gerade Profil gezeigt habe.

Jetzt wird darüber spekuliert, wer wann über das Abstimmungsverhalten von Schmidt Bescheid gewusst hat. Fachliche Aspekte spielen bei der Diskussion eh schon lange keine Rolle mehr. Lassen Sie mich hier deshalb ein paar davon andeuten. Niemand muss Glyphosat auf den Äckern und Wiesen einsetzen, jeder sollte versuchen den Durchwuchs in Zwischenfrüchten oder die Verunkrautng der Grasnarbe durch andere Maßnahmen der guten fachlichen Praxis zu verhindern, aber wer mit den kaum mehr planbaren menschengemachten Kapriolen der Natur arbeiten muss, der fühlt sich sicherer, wenn er noch eine Feuerwehrmaßnahme zur Verfügung hat.

Nochmal zurück nach Berlin. Der Fall Glyphosat wird dort als Einsatz im Poker um die Regierungsbildung gespielt. Mitte September haben wir gewählt, seither bindet die Regierungsbildung den größten Teil der Kräfte in der Bundeshauptstadt und ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen ist noch lange nicht in Sicht. Aber fehlt den Bürgerinnen und Bürgern etwas, wenn in Berlin nicht regiert wird? Nein, diesen Gedanken wollen wir lieber nicht weiterspinnen. Deutschland muss handlungsfähig sein, wenn in Brüssel die neuen Regelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik im Detail verhandelt werden.

Nicht verhandelt werden muss das Motto des Wochenblattes, das da lautet: „Bei uns hat Zukunft Tradition“. Ihre Treue, liebe Leser, zeigt uns, dass die Inhalte passen. Und dennoch möchten wir das Heft in Ihrem Sinne weiterentwickeln. Wir möchten Sie bitten, uns fünf Minuten Ihrer wertvollen Zeit zu widmen und an unserer Leserumfrage teilzunehmen. Wir würden uns freuen, wenn Sie unter http://bit.ly/2k7pSxB bis zum 10. Dezember den kurzen Fragebogen ausfüllen.

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