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Koalitionsbeschluss

Ferkelkastration - Chancen auf verlängerte Übergangsfrist steigen

Sau mit Ferkeln
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
02.10.2018

Am gestrigen Montagabend hat der Koalitionsausschuss sich auf eine Gesetzesinitiative verständigt, die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre zu verlängern.

Der Beschluss bedeutet, dass die Koalition eine Fraktionsinitiative in den Bundestag einbringt, um noch in diesem Jahr die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot des betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre zu verlängern.

In der Landwirtschaft sorgte das für Erleichterung. Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl dankte der Koalition für diese Initiative und hat gleichzeitig in Schreiben an die bayerischen Bundestagsabgeordneten um Unterstützung für diese, insbesondere im Sinne des Tierschutzes notwendige Übergangslösung geworben.

Die Fristverlängerung sei nötig, weil bislang praxisreife Methoden zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe fehlen. „Die aktuelle Entscheidung der Koalitionspartner ist ein wichtiges Signal für die Sauenhaltung in Deutschland. Ich danke der Union und der SPD, dass sie mit ihrer Initiative ihrer Verantwortung für unsere Sauenhalter und damit auch für eine Zukunftsperspektive der regionalen Schweinefleischerzeugung nachkommen“, sagt Heidl.

„Unser Ziel ist es, schnellstmöglich die lokale Betäubung als praktikables und tierschutzgerechtes Verfahren auch in Deutschland zuzulassen. In unseren Nachbarländern Dänemark und Schweden ist diese Methode bereits als tierschutzgerecht anerkannt und praktiziert. Wir müssen hier endlich gleichziehen und damit auch beispielgebend für die Weiterentwicklung in anderen Ländern sein.“

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