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Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke

Flächenverkauf: ab einem Hektar Genehmigung erforderlich

weizenacker
pd
am
16.12.2016

München - Der Landtag hat im Gesetz zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur (Bayerisches Agrarstrukturgesetz) eine Absenkung der Freigrenze beim Grundstücksverkehr beschlossen.

Ein für die Landwirtschaft wichtiges Gesetz stand vergangenen Freitag auf der Tagesordnung des Landtages: das Gesetz zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur (Bayerisches Agrarstrukturgesetz). Eine Absenkung der Freigrenze beim Grundstücksverkehr stand zur Diskussion. Der Landtag beschloss, dass es künftig bereits bei Verkauf  ab einem Hektar landwirtschaftlichen Bodens einer Genehmigungbedarf bedarf. Bereits zum 1. Januar 2017 tritt das geänderte Agrarstrukturgesetz in Kraft.

In den vergangenen Jahren sind die Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in sehr vielen Regionen Bayerns stark gestiegen (siehe hierzu auch Bodenpreise haben in Bayern angezogen). Der Wettbewerb um die knappen Flächen ist groß.
Zudem sorgen immer mehr private Investoren und einige Gemeinden mit Maßnahmen zur Bodenbevorratung für Knappheit am Bodenmarkt.

Anton Kreitmair, Landtagsabgeordneter (CSU) und BBV-Präsident Oberbayern, sowie der Bayerische Bauernverband hatten deshalb eine Gesetzesänderung angeregt und gefordert, dass die politischen Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass den Fehlentwicklungen am landwirtschaftlichen Bodenmarkt wirksam entgegengetreten werden kann. Eine zentrale Forderung des Berufsstands: die generelle Herabsetzung der Genehmigungsfreigrenze von 2 Hektar auf 1 Hektar.

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