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Bundestag

Für drei Neonikotinoide wird es eng

Biene Löwenzahn
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
23.04.2018

Der Deutsche Bundestag hat am Freitag über drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide beraten, die als Risiko für Bienen eingestuft werden.

Dazu erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft, Albert Stegemann, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Bundesministerin Julia Klöckner darin unterstütze, in Brüssel auf ein Verbot dieser drei Wirkstoffe hinzuwirken. Bienen seien eine zentral für die Lebensgrundlagen und es gelte sie zu schützen.

 

Der zuständige Berichterstatter Hermann Färber zeigt sich etwas zurückhaltender. Er gab zu bedenken, dass mit einem Verbot für Neonikotinoide eine weitere Gruppe von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen für alle Freilandkulturen verloren gehen würde. Allein nach dem Verbot von gebeiztem Rapssaatgut 2013 sei der Anbau dieser Pflanze um 100.000 Hektar zurückgegangen. Sein Fazit: "Wir brauchen daher eine langfristige Ackerbaustrategie sowie die Beschleunigung von Entwicklung und Zulassungsverfahren alternativer Wirkstoffe und Behandlungsmethoden.“

 

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