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Gemeinsame Agrarpoltik (GAP)

GAP 2020+: Europäische Bauern für Zwei-Säulen-Modells

Copa Präsident Martin Merrild
aiz
am
05.05.2017

Brüssel - Der Dachverband der EU-Landwirte und -Genossenschaften, Copa-Cogeca, betont in einer Stellungnahme zur zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik, dass die aktuelle Struktur - mit zwei starken Säulen - erhalten bleiben muss und weiterhin gemeinsame EU-weite Regeln gelten.

Auch die aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung von Marktvolatilität - Direktzahlungen, Marktsicherheitsnetze und Risikomanagementinstrumente - sollten fortgesetzt werden. Ferner tritt die Interessenvertretung für eine Fortführung der Direktzahlungen ein, da sie das beste Instrument seien, um den Land wirten zu helfen, Risiken zu bewältigen und ihr Einkommen zu stabilisieren. "Direktzahlungen sollten ausschließlich an aktive Landwirte fließen, welche zur Ernährungssicherheit beitragen und öffentliche Güter sowie Dienstleistungen bereitstellen", betonte Copa-Präsident Martin Merrild.

Von grundlegender Bedeutung sei es auch, die GAP zu vereinfachen, insbesondere die Greening-Maßnahmen, da ihre Komplexität Innovation und Effizienz hemme, und sie mit zu vielen Verwaltungslasten für die Landwirte verbunden sei. Die jüngste Krise habe deutlich gezeigt, dass die politischen Instrumente der aktuellen GAP angepasst und modernisiert werden müssten, um sie besser auf die Marktbedingungen abzustimmen. "Um die zunehmende Volatilität zu bekämpfen, müssen den Landwirten neue wie auch leistungsstärkere Risikomanagementmaßnahmen zur Verfügung gestellt und Terminmärkte weiterentwickelt werden. Die Anwendung dieser Instrumente sollte für die Landwirte freiwillig bleiben", sagte Merrild.

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