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EU-Konsultation

Gemeinsame Agrarpolitik befürwortet

EU-Konsultation
pd
am
10.07.2017

Brüssel - Die Ergebnisse der öffentlichen EU-Konsultation zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stehen fest. Aus ihnen geht nach Aussage des europäischen Bauernverbandes (Copa) eine breite Unterstützung für eine starke und einfachere GAP hervor.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der von der EU-Kommission in Brüssel organisierten GAP-Stakeholder-Konferenz präsentiert. Während dieses Events betonte EU-Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen, dass es bei der europäischen Landwirtschaft um weit mehr als nur die Produktion von Nahrung gehe. Sie diene auch dem Umweltschutz sowie Wachstum und Beschäftigung. Dafür sollten Landwirte und ihre Genossenschaften unterstützt werden. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments Czeslaw Siekierski warnte seinerseits vor den niedrigen Einkommen der Landwirte, die nur 40 % der durchschnittlichen EU-Einkommen erreichen, und betonte, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit hierfür zu sensibilisieren. Die estnische Ratspräsidentschaft hob hervor, dass die Erzielung von Fortschritten mit Blick auf die künftige GAP eine Top-Priorität darstelle.

Copa-Präsident Martin Merrild reagierte mit den Worten: „Ich begrüße das Ergebnis dieser öffentlichen Konsultation. Es zeigt, dass sowohl die Landwirte als auch die Bürger sich des Bedarfs an einer stärkeren, optimierten und einfacheren GAP für die Zukunft bewusst sind, mit der die anstehenden Herausforderungen – Klimawandel, Marktvolatilität und Landflucht – besser bewältigt werden können. Das Ergebnis hebt auch die zunehmende Furcht vor der Entvölkerung ländlicher Gebiete sowie den Bedarf an Innovation, einem Generationswechsel, einer Reduzierung der Anzahl an Inspektionen und Kontrollen zwecks Abbau von Verwaltungslasten, Investitionen sowie besserem Zugang zu Finanzmitteln hervor. Es wurde auch die Frage laut, wie die ökologische und ökonomische Komponente der Herausforderungen besser angegangen werden können. Wir von Copa und Cogeca werden daran arbeiten. Was wir wollen, ist eine Weiterentwicklung der GAP. Das bedeutet, die Aspekte zu korrigieren, die nicht funktionieren, um in Zukunft eine noch nachhaltigere, wettbewerbsfähigere GAP zu gewährleisten.“

Abschließend sagte der Generalsekretär von Copa und Cogeca, Pekka Pesonen: „Die Landwirte und ihre Genossenschaften haben sich der Aufgabe verschrieben, die GAP künftig praxistauglich zu machen und die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette zu verbessern. Landwirtschaftliche Genossenschaften spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie Landwirten zu einem besseren Preis für ihre Erzeugnisse verhelfen können. Daran werden wir jetzt – im Vorlauf der in einigen Monaten erscheinenden Mitteilung der Kommission – arbeiten.“

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