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Stromtrassen

Gerechte Entschädigung beschleunigt Netzausbau

Erdkabel
pd
am
26.07.2017

Berlin - Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Kritik der Energiewirtschaft zurückgewiesen, dass die Entschädigung durch wiederkehrende Zahlungen bei einer Erdverkabelung der Stromtrassen auf landwirtschaftlichen Flächen infolge des Netzausbaus die Energiewende verteuern würden.

Eine angemessene Entschädigung der Landwirte und Grundstückseigentümer führe zu keiner spürbaren Mehrbelastung für Verbraucher, ganz anders als die faktisch garantierten Renditen der Netzbetreiber. Vielmehr könnten angemessene Entschädigungen dazu beitragen, durch einen beschleunigten Netzausbau so genannte Redispatch- bzw. Abschaltkosten in Milliardenhöhe zu vermeiden, so der Deutsche Bauernverband.

Wer fremden Grund und Boden nutze und damit wie die Unternehmen der Netzbetreiber auch fortwährende privatwirtschaftliche Gewinne erwirtschaftet, muss nach Überzeugung des DBV gerechterweise auch die belasteten Eigentümer daran teilhaben lassen. Es ist nicht vermittelbar, dass Grundeigentümern zur Sicherung ihrer Akzeptanz für einen beschleunigten Netzausbau immer noch wiederkehrende Zahlungen verwehrt werden, die lediglich einen marginalen Anteil im Vergleich zu den mit der Erdverkabelung verursachten Mehrkosten betragen. Damit Land- und Forstwirte wie Grundeigentümer für die Inanspruchnahme ihrer Flächen zusätzlich wiederkehrende Zahlungen zur Dienstbarkeitsentschädigung erhalten, bedürfe es einer gesetzgeberischen Umsetzung, die in der jetzigen Legislaturperiode nicht angegangen worden ist.

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