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DeSH-Marktumfrage

Geschäftslage für Nadelholzbetriebe ist schwach positiv

pd
am
16.11.2016

Berlin - Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) hat in der Marktumfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen die Geschäftslage für die Nadelholzbetriebe im abgelaufenen Quartal III/2016 erhoben.

Sägewerk

Danach kommt es zu einer schwach positiven Beurteilung. 22 % schätzen ihre betriebliche Situation positiv ein, 16 % negativ und 62 % ausreichend oder befriedigend. Die Lage der Laubholzbetriebe ist etwas entspannter, aber die Exportsituation schwierig.                                                                                               

Demnach ist die Marktsituation der Nadelholzsäger nicht „unverändert gut“, wie im Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten ifo-Umfrage für den Monat Oktober dargestellt. Aufgrund umfassender Daten von Betrieben im Rahmen der DeSH-Marktumfrage teilt der Verband das Fazit der ifo-Umfrage zur aktuellen Marktsituation nicht. Denn 26 % der vom DeSH befragten Nadelholzbetriebe beurteilt den Ausblick auf ihre Geschäftslage für die nächsten sechs Monate als „ungünstig“, die große Mehrheit als „etwa gleichbleibend“.

Deutlich ist, dass die niedrigen Restholzpreise der gesamten Geschäftslage der Säge- und Holzindustrie schaden. Die Erlöse für Sägenebenprodukte wie Holzhackschnitzel und Sägespäne brechen weiterhin ein, in den letzten Monaten bis zu 40 %. Da diese Erlöse für viele Betriebe jedoch ein wichtiger Faktor in der Kostenrechnung sind, belastet diese Entwicklung die Ertragslage der betroffenen Betriebe akut.

„Wichtig für eine realistische Gesamteinschätzung ist zudem, dass die regional unterschiedlichen Rundholzpreise zu unterschiedlichen Firmenkonjunkturen führen und sich deshalb die Geschäftslagen und Erwartungen auch innerhalb Deutschlands entsprechend stark voneinander unterscheiden“, so DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt.

Ausblick in den kommenden sechs Monaten

Die befragten Laubholzbetriebe sehen ihre Geschäftslage insgesamt positiver als die Nadelholzbetriebe, nämlich mehrheitlich gut und befriedigend (83 %). Einen günstigen Ausblick für das nächste Halbjahr wagen 15 %, 80 % erwarten etwa gleichbleibende Geschäfte, 5 % einen Negativtrend. 

Allerdings machen sich viele deutsche Laubholzbetriebe zunehmend Sorgen im Export nach Asien, da die Logistik immer schwieriger wird: Aufgrund der Insolvenz der südkoreanischen Reederei Hanjin herrscht aktuell eine Container-Knappheit, denn Schiffe dieser Reederei werden wegen der unsicheren Kostenübernahme in den Empfängerhäfen derzeit nicht entladen und nicht gelöscht. Diese nicht gelöschten Container fehlen auf dem Exportmarkt.

Eine weitere Herausforderung für die deutsche Laubholz-Sägeindustrie sind die hohen Rundholz-Exportmengen. Bei der Frage nach einer Begrenzung dieser Exportmengen setzt sich der DeSH derzeit für eine Lösung auf europäischer Ebene

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