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Berglandwirtschaft

Glückliche Heimkehr

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Simon Michel-Berger, Wochenblatt
am
14.09.2017

München - Der zunehmende Tourismus hat neue Einkommensquellen in die Gegend gebracht und kluge bäuerliche Unternehmer haben sie auf vielfältige Weise erschlossen.

Simon Michel- Berger

Hatten auch Sie, liebe Leser, dieses Jahr Vieh auf den Almen und Alpen? Sind ihre Tiere gar noch auf den Bergen und erwarten den Rückweg ins Tal? Wenn das so ist, hoffen wir, sie hatten einen guten Almsommer und eine glückliche Heimkehr. Am Gesicht der Berglandwirtschaft hat sich ja in den letzten Jahrzehnten so manches geändert. Der zunehmende Tourismus hat neue Einkommensquellen in bitterarme Gegenden gebracht und kluge bäuerliche Unternehmer haben sie auf vielfältige Weise erschlossen. Das fängt bei der Direktvermarktung an und hört bei Hunderten von Videos über Almabtriebe und Viehscheide, die dieser Tage auf Facebook und Co. veröffentlicht werden, noch lange nicht auf. Nur wenig verändert haben sich hingegen die Bergbauern, die immer ein besonders freiheitsliebender Menschenschlag geblieben sind. Angesichts der Naturgewalten, die auch heute noch etwa in Form von Muren ganze Landstriche mit sich reißen können, gilt hier ganz besonders der Wahlspruch: „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“. Mit unserem Schwerpunkt zur Berglandwirtschaft (ab S. 25) wollen wir allen Frauen und Männern Respekt zollen, ohne die unsere Kulturlandschaft in den Bergen nicht das wäre, wofür sie zu Recht in aller Welt bekannt und geschätzt ist.

Die hoffentlich glückliche Heimkehr dieser Tage ist aber auch eine Chance, das Geschehene Revue passieren zu lassen und sich zu überlegen, was man in Zukunft vielleicht besser machen kann. Das gilt für die Heimkehr des Viehs von den Bergen genauso wie die abendliche Rückkehr der Bauern anderswo im Land von Feld und Stall. Auch für Sie haben wir wieder Beiträge zusammengestellt, deren Lektüre sich auch finanziell auszahlen kann. Was können Sie zum Beispiel tun, um Atemwegserkrankungen bei Schweinen vorzubeugen (S. 32)? Welche Hürden müssen genommen werden, damit sich die Digitalisierung in der Landwirtschaft auch für die einzelnen Betriebe auszahlt (S. 34)? Wie kann die Streuobsternte erleichtert werden (S. 38)? Nicht vergessen wollen wir den Blick über den Tellerrand. Wie es derzeit auf dem Weltmarkt für Zucker aussieht, lesen Sie ab S. 76.

Damit ist unser Themenspektrum noch lange nicht erschöpft. Wie wäre es mit leckeren Kürbisrezepten (S. 52), Tipps zum Bestellen von Pflanzen im Internet (S. 56) oder einem besonders originellen Basteltipp (S. 61)? Unser Eberhofer-Roman (Seite 65) schließt diese Woche ab. Ab nächster Woche – so schließt sich der Kreis an dieser Stelle – geht es dann in „Harte Tage – gute Jahre“ um das Leben der Sennerin vom Geigelstein.

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