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Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung

Nicht Großknecht, sondern Gestalter

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Wolfgang Piller, Wochenblatt
am
24.11.2016

München - Eine Ära geht zu Ende: 18 Jahre lang leitete Alfons Fischer als Geschäftsführer das Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung, kurz LKP, nun wurde er mit einer Feier im Königlichen Hirschgarten in München in den Ruhestand verabschiedet.

Verabschiedung von Fischer, LKP

Sein Nachfolger steht seit Längerem fest. Gerhard Röhrl wechselte vom Bundesverband der Maschinenringe zum LKP und arbeitete sich schon seit diesem Frühjahr ein.

In Fischers Zeit fielen durchaus bedeutende und auch schwierige Abschnitte für das LKP, dabei half es, dass er schon im ersten Abschnitt seiner Ära wichtige gestaltende Schritte etwa zur Digitalisierung in die Wege geleitet hatte. „Damals konnten wir vieles bewegen und Neues gestalten“, zog er selbst Resümee. Dies änderte sich, als 2007 das Agrarwirtschaftsgesetz das Landwirtschaftsförderungsgesetz ersetzte und die finanzielle Grundlage der landwirtschaftlichen Selbsthilfeeinrichtungen umkrempelte. „Kein Stein blieb auf dem anderen“, erinnerte sich Fischer.

Die neue Maßgabe brachte das LKP an die Grenzen seines Tuns, zuvor als Organisation gefördert, mussten nun Projekte entworfen, beantragt und umgesetzt werden. Seit etwa 2010 sieht Fischer das LKP wieder in einer Konsolidierungsphase. Nun konnten die angestoßenen Projekte richtig entwickelt werden. Das sichtbarste und weitreichendste Ergebnis davon ist sicher auch die sogenannte Verbundberatung im Pflanzenbau.

Ministerialdirigent Wolfram Schöhl vom Landwirtschaftsministerium überbrachte nicht nur die Grüße des Ministers, er lobte auch die Zusammenarbeit zwischen der von ihm geführten Abteilung Ausbildung und Beratung gerade beim Aufbau der Verbundberatung. „Wir sind echte Partner geworden“, sagte er. Nirgendwo in Deutschland gebe es einen solchen partnerschaftlichen Verbund zwischen staatlicher Beratung und privaten Organisationen. Fischers verlässliche, gewissenhafte, dabei offene, freundliche und wohlwollende Art wurde nicht nur von Schöhl gelobt, sondern auch von den anderen Grußrednern LfL-Präsident Jakob Opperer und LfL-Institutsleiter Dr. Peter Doleschel.

Natürlich erinnerten auch der LKP-Vorstand Johann Kreitmeier und sein Stellvertreter Josef Wetzstein an die gute Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Geschäftsführer. Sie seien in alle wichtigen Entscheidungen einbezogen worden, sodass die wichtigen Meilensteine gut erreicht und nach der schwierige Umbruchphase auch die Konsolidierung geschafft werden konnte. Alfons Fischer, sagte Kreitmeier, sei nicht der Großknecht des LKP gewesen, sondern 18 Jahre lang sein Gestalter.

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