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Milchmarkt

Grüne wollen Anreize zur Mengenreduzierung

pd
am
23.02.2016

Hannover - Grüne Agrarminister unterstützen Anreize zur Mengenreduzierung nach dem FrieslandCampina-Modell.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer will ein „Sofortprogramm Milch". „Es darf nicht zu einem dramatischen Strukturbruch kommen", so der Minister. An den Bund und Bundesagrarminister Christian Schmidt richtete er den eindringlichen Appell, „endlich ein zusätzliches Bonusprogramm aufzulegen und damit Milcherzeuger zu belohnen, die auf eine Ausweitung der Milchmenge verzichten". Was „schnell und effizient" möglich sei, habe die Molkerei FrieslandCampina mit Hauptsitz in den Niederlanden bewiesen. Sie zahle Milchviehbetrieben, die ihre Lieferung reduzierten, freiwillig zwei Cent mehr pro Liter. „Da muss der Bund zusätzlich zwei Cent draufpacken", sagte Meyer. „Schon vier Cent mehr pro Liter Milch würden Landwirten wieder eine Perspektive geben."

Meyer: „Ursache der aktuellen Marktkrise ist ein Überangebot von Milch am Markt". CSU und CDU wirft er eine  Liberalisierung der Milchmärkte vor, die für viele Betriebe verheerend sei. Auch viele Molkereien seien mittlerweile am Limit."

Meyer ist sich in dieser Haltung einig mit den grünen Agrarministerinnen und -ministern in sechs anderen Bundesländern. In einem gemeinsamen Schreiben an den Bundeslandwirtschaftsminister fordern sie vom Bund, die Milchbranche stärker in die Verantwortung zu nehmen. Die Initiative geht aus von den Ländern Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

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