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Führungspositionen

Gut, dass Frauen sich engagieren!

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Simon Michel-Berger, Wochenblatt
am
27.07.2017

München - Dass sich Frauen aktiv in die Agrarpolitik einbringen, ist an sich nichts Neues. Bestes Beispiel sind die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, die mit ihren rund 6700 ehrenamtlich engagierten Frauen schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich Politik mitgestalten.

Simon Michel-Berger

Dass die Stimmen der Frauen in der Politik durchaus so viel Gewicht wie die Stimmen der Männer haben, ist auch klar. 2016 war Bundeskanzlerin Angela Merkel darum zum Beispiel auf dem Deutschen Landfrauentag in Erfurt mit dabei.

Doch gibt es mittlerweile überall in Europa – und darüber hinaus – immer mehr landwirtschaftliche Organisationen, die eine Frau als Präsidentin haben. Das beste Beispiel hierfür ist Frankreich, wo Bauernpräsidentin Christine Lambert seit April die Geschicke der einflussreichen Bauernorganisation FNSEA lenkt. Auch in Schweden, Belgien und Polen stehen Frauen an der Spitze von berufsständischen Organisationen. In Australien ist eine Frau Präsidentin des Bauernverbandes, in der Schweiz Vizepräsidentin. In den USA hat der Bundesstaat Pennsylvania eine Bauernpräsidentin.

Hierzulande ist es ebenfalls wichtig, dass sich Frauen auch in Zukunft stark in die agrarpolitischen Diskussionen einbringen. Sei es bei den Landfrauen, bei der Landjugend, im BBV-Ortsverband oder darüber hinaus. Gerade in einer Zeit, in der Öffentlichkeitsarbeit mehr gefragt ist denn je, brauchen landwirtschaftliche Organisationen auch weiterhin das Engagement von Frauen.

Wie unser Beitrag diese Woche zeigt, steht als erster Schritt oft ganz einfach der Gedanke: „Ich probier es mal aus“. Mehr Arbeit bedeutet ein Ehrenamt ja bekanntlich immer. Aber sowohl für die Ehrenamtlichen selber als auch für die Verbände ist das Engagement immer eine große Chance und eine echte Bereicherung. Mitmachen lohnt sich!

 

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