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Politik

GVO-Anbau: 19 EU-Mitgliedsstaaten klinken sich aus

von , am
06.10.2015

Brüssel - Die meisten EU-Mitgliedstaaten nutzen eine neue Regel, um den Anbau von gentechnisch verändertem Mais auf ihrem Gebiet zu verbieten.

© Schubert

Die EU-Kommission sieht in diesem Zuspruch einen Erfolg des Opt Out. Konkret machen 19 EU-Mitgliedstaaten Gebrauch von der vereinfachten Opt Out-Möglichkeit, für die die Frist am 3. Oktober 2015 abgelaufen ist. Lediglich in Spanien, Portugal, Rumänien, Estland, Irland, England, Flandern, Tschechien, der Slowakei, Schweden und Finnland ist der Anbau von Mon 810 weiterhin erlaubt. Der GV-Mais von Monsanto ist die einzige in der EU für den Anbau z ugelassene Sorte. Acht weitere GV-Maissorten befinden sich darüber hinaus gerade im Zulassungsverfahren.

Die Hersteller haben jetzt einen Monat Zeit, um dem Opt Out der 19 EU-Mitgliedstaaten zu widersprechen. Auch die anderen EU-Mitgliedstaaten, die sich bisher nicht in Brüssel gemeldet haben, können den Anbau von GVO auf ihrem Gebiet weiterhin verbieten. Dazu müssen sie dann aber Gründe nennen, wie etwa die Ablehnung der grünen Gentechnik oder die Unmöglichkeit der Trennung von GVO und konventionellen Kulturen wegen kleinen Betriebsstrukturen.

Die EU-Kommission lobte die Reform der Freisetzungsrichtline für GVO. Jetzt sei es möglich, auf die Sorgen vieler Bürger einzugehen, ohne dabei den gemeinsamen Zulassungsprozess für GVO in Frage zu stellen, betonte der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.  (aiz)

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