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Menschen & Meinungen

Habeck fordert das Ende von Glyphosat

Robert Habeck
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
16.11.2017

Der grüne Landwirtschaftsminster Robert Habeck beklagt, dass im Frühling die Felder totgespritzt würden und dies die Artenvielfalt gefährde.

Robert Habeck, Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und Teil der Grünen-Delegation in den Jamaika-Verhandlungen, gilt als einer der einflussreichsten Glyphosat-Kritiker in Deutschland. Er sieht im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine der Hauptursachen für das Insektensterben. Glyphosat sei eins der günstigsten und das mit Abstand am häufigsten angewandte Herbizid. Und es werde nicht zum integrierten Pflanzenschutz, also zur Behandlung befallener Pflanzen, eingesetzt, so die Kritik des Ministers, sondern als Teil der sogenannten guten landwirtschaftlichen Praxis.

Im Landtag sagte er heute: "Im Frühling werden die Felder einmal totgespritzt, bevor sie bestellt werden. Chemisches Pflügen nennt man das zynischerweise. Und statt Beikräuter zu hacken, werden sie ebenfalls weggespritzt."

Dieser drastischen Formulierung ließ er dann seine Forderung folgen: "Daher ist für mich klar: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass das Glyphosat-Zeitalter endlich endet. Und das eben nicht nur aus Gründen des vorsorglichen Anwender- und Verbraucherschutzes – also der Frage, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht und ab welcher Dosis, sondern eben auch und gerade für die Artenvielfalt und das Ökosystem."

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