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Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)

Häusler ist zuversichtlich für Einführung einer Obergrenze

Kappung
aiz
am
07.06.2018

Der Direktor in der Generaldirektion Landwirtschaft begründet Kappung und Degression damit, dass die Kommission eine gerechtere Verteilung erreichen will.

Ein wichtiger Punkt sei das Thema Gerechtigkeit, auf den die EU-Kommission mit einer Degression der Direktzahlungen zwischen 60.000 und 100.000 Euro sowie einer Obergrenze (Capping) für Direktzahlungen über 100.000 Euro pro Jahr und Betrieb eingehen wolle.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir beim Capping künftig eine Lösung finden werden", sagte Georg Häusler, Direktor in der Generaldirektion Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung der EU-Kommission. "Landwirtschaftliche Großbetriebe spielen auch außerhalb der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle und mit Großbritannien wird uns ein bedeutender Gegner des Cappingsystems verlassen.

Außerdem bleiben die eingesparten Gelder in den Mitgliedstaaten und werden auf kleine und mittlere Betriebe umverteilt", betonte Häusler. "Die Regelung wird in einigen Ländern zu großen Veränderungen führen. In Österreich sind davon aber nur einige Betriebe betroffen", informierte der aus Österreich stammende Experte. Hierzulande würden nur rund 150 Betriebe mehr als 250 ha bewirtschaften. Bereits seit 1992 versuche die EU-Kommission eine derartige Obergrenze einzuführen, sei aber immer wieder am Widerstand der Mitgliedstaaten gescheitert.

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