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Koalition

Hessen will Meldesystem für Gülleimporte einführen

Gülletransport
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
20.12.2018

„Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, chemische Pflanzenschutzmittel und andere Einträge wie Gülle und Dünger in unsere Gewässer und unser Grundwasser zu reduzieren“, heißt es.

Die zukünftige hessische Landesregierung will ein Meldesystem für Gülleimporte einführen, um den Handel mit dem Wirtschaftsdünger zu regulieren. Das geht aus dem Koalitionsvertrag von CDU und Grünen hervor. „Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, chemische Pflanzenschutzmittel und andere Einträge wie Gülle und Dünger in unsere Gewässer und unser Grundwasser zu reduzieren“, heißt es in der Vereinbarung.

Eine deutliche Absage erteilt die Regierungskoalition der Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). „Wir werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Anbau genveränderter Pflanzen sowie Zucht und Haltung gentechnisch veränderter Tiere in Hessen nicht stattfindet, weil dies dem Wunsch der Verbraucher und der hessischen Landwirte entspricht“, so die Koalitionspartner.

Ausdrücklich schließen CDU und Grüne dabei die Verfahren der neuen Gentechnik mit ein. Sie wollen sich für eine europaweite und bundeseinheitliche Lösung einsetzen; schließen aber „wenn nötig“ auch einseitige Maßnahmen nicht aus. Zur Flankierung dieser Position sollen Initiativen zur Erzeugung gentechnikfreier heimischer Eiweißfuttermittel gefördert werden.

In der künftigen Landesregierung wird die CDU den Ministerpräsidenten und sieben Minister stellen. Die Grünen übernehmen vier Ressorts, darunter wieder das Landwirtschaftsministerium.

 

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