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Politik

Hogan gegen Private Lagerhaltung bei Schweinefleisch

von , am
27.01.2015

<b>Brüssel</b> - Einen langen Nachmittag gingen die EU-Agrarminister zahlreiche EU-Märkte in ihrer Ratssitzung am Montag durch.

Phil Hogan © Werkbild
Die lettische Ratspräsidentschaft hatte die EU-Mitgliedstaaten im EU-Agrarrat über die anhaltenden Auswirkungen durch das russische Einfuhrverbot befragt. Den Preisrückgang für Milch und Schweinefleisch führen zahlreiche EU-Mitgliedstaaten auf den weggebrochenen russischen Markt zurück. Sie fordern deshalb Unterstützung, insbesondere in Form von Beihilfen für die Private Lagerhaltung (PLH).
Frankreich und Italien kritisierten das Auslaufen der Milch- und Zuckerquoten und stellten grundsätzliche Fragen nach der Zukunft der Mengensteuerung in der GAP.
Die EU-Kommission sieht die Märkte dagegen nicht in einer Krise. Nach ihrer Auffassung können die fehlenden Lieferungen nach Russland zu einem erfreulich großen Teil durch neue Absatzmöglichkeiten in Drittländern ausgeglichen werden. Deshalb verweigert EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Öffnung der PLH für Schweinefleisch. Im Rat lehnte er die Einlagerung von Schweinefleisch als kontraproduktiv ab. "Wenn wir jetzt einlagern, haben wir im zweiten Halbjahr noch größere Probleme", betone Hogan im Agrarrat in Brüssel. (pd)
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