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Direktzahlungen

Hogan verteidigt Kappung

Externer Autor
am
10.01.2019

Er begründet dies mit einer gerechteren und gezielteren Verteilung der landwirtschaftlichen Einkommensunterstützung.

Brüssel EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat die von seiner Behörde vorgeschlagene verpflichtende Obergrenze für die landwirtschaftlichen Direktzahlungen erneut verteidigt. In seiner Antwort auf eine schriftliche Anfrage der finnischen Europaabgeordneten Elsi Katainen (Liberale) bekräftigt der Ire: Mit solch einer Obergrenze könne eine gerechtere und gezieltere Verteilung der landwirtschaftlichen Einkommensunterstützung gewährleistet werden.

Der Kommissionsvorschlag sieht eine ab 60.000 € degressiv und ab 100.000 € absolut wirksame und verpflichtende Obergrenze pro Betrieb und Jahr vor. Die EU-Landwirtschaftsminister hatten sich im Dezember großteils für die freiwillige Einführung einer solchen Obergrenze ausgesprochen. Die Entscheidung darüber, was kommen soll, treffen für den Rat allerdings erst die Staats- und Regierungschefs. Diese wollen das Thema im Herbst als Teil des Pakets über den künftigen EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 behandeln.

Hogan will mit der Obergrenze auch der Kritik begegnen, dass in der Agrarpolitik besonders große Betriebe besonders hohe Subventionen erhalten. Solche Unternehmen bräuchten wegen höherer Effizienz weniger Einkommensunterstützung. Um negative Auswirkungen auf die Beschäftigung zu vermeiden, sollen sämtliche Arbeitskosten eines Betriebes, einschließlich der Familienarbeitskräfte, bei der Obergrenze berücksichtigt werden. Hogan betonte, dass die durch die Obergrenze frei werdenden Gelder auch gebraucht würden, um das gegenwärtige Niveau der Direktzahlungen in der ersten Säule für kleine und mittlere Betriebe zu stabilisieren.

Mit Material von AgE
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