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Klimaschutz

Hogan will mehr Klimaschutz

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
15.04.2019

Agrarkommissar Hogan forderte auf einer Tagung in Hannover, dass die Landwirtschaft mehr für Klima und Umwelt tun müsse.

„Die Dringlichkeit der Klima- und Umweltprobleme war noch nie so groß wie heute: Die Emissionen aus der Landwirtschaft betragen etwa 10 Prozent der Nicht-CO2- Emissionen in der EU. Wenn wir bis Mitte des Jahrhunderts, wie im Pariser Abkommen versprochen, Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir nicht nur die CO2-Effizienz erhöhen, sondern auch die absoluten Emissionen senken“, sagte Hogan.

Die biologische Vielfalt nehme vor allem in Regionen mit intensiver Landwirtschaft, in alarmierendem Tempo ab, sagte Hogan. Auch die Grundwasserbelastung sei nach wie vor eine Herausforderung in Gebieten mit intensiver Tierproduktion. Hauptsächlich gehe es hier um Nitrat, mit dem mehr als 18 Prozent der Grundwasservorkommen in der EU belastet seien.

Um unseren Landwirten bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu helfen, müssten wir ihnen die richtigen Anreize geboten werden. Die Stützungsregelungen im Rahmen der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik sollten diesbezüglich attraktiver gestaltet werden, so Hogan.

Das Herzstück der für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU von 2021-2027 reformierten Agrarpolitik sei ein neues Fördermodell: Statt dem Einhalten von Regeln sollen Ergebnisse und Leistungen der Agrarpolitik für Bürger, Landwirte und Umwelt im Vordergrund stehen. Die nationalen und regionalen Stellen sollen die Direktzahlungen besser gestalten und die gesamte Politik flexibler auf die wichtigsten strategischen Ziele ausrichten können, sagte Hogan.

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