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Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik

Hohe Beteiligung bei der öffentlichen Konsultation

EU-Konsultation
pd
am
05.05.2017

Brüssel - Die zwölfwöchige öffentliche Konsultation zur „Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)“ wurde am 2. Mai abgeschlossen. Über 320.000 Reaktionen gingen bei der EU-Kommission ein. 46 Prozent der Rückmeldungen kamen aus Deutschland.

Darunter befanden sich über 1400 Positionspapiere. Viele der Antworten wurden über verschiedene Online-Plattformen von  Interessensgruppen eingereicht. Die Kommission erhielt Rückmeldungen von Bürgern, nationalen, regionalen und lokalen öffentlichen Behörden sowie Organisationen. 61 Prozent der Antworten wurden von der Privatwirtschaft eingereicht. 12 Prozent kamen aus Wirtschafts-, Unternehmer-, oder Berufsverbänden.

Die EU-Kommission wird die Rückmeldungen auswerten und am 7.Juli die ersten Ergebnisse in Brüssel vorstellen.

Die öffentliche Konsultation ist eines der Instrumente, die die europäische Kommission nutzt, um eine Debatte unter Bürgerbeteiligung zur Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik zu führen. Mehrere zivile Dialoggruppen sorgen für eine regelmäßige Einbindung von verschiedenen Interessens- und Expertengruppen. Es wird aber auch ein direkter und kontinuierlicher Dialog mit nationalen Regierungen und dem EU-Parlament geführt.

Am Ende des Jahres wird die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorstellen.

Die gemeinsame Agrarpolitik wurde mehrfach reformiert, zuletzt 2015 nach einem Beschluss aus dem Jahre 2013. Seitdem hat sich das Umfeld, in dem diese Reform beschlossen wurde, erheblich gewandelt. Die EU-Kommission hat in dieser öffentlichen Konsultation Daten zu den bisherigen Leistungen der gemeinsamen Agrarpolitik, den Erfahrungen mit der letzten Reform und derzeitige Schwierigkeiten abgefragt, um den Bedarf an einer Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen Agrarpolitik abzuschätzen.

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