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Bundesratsinitiative

Initiative für staatlich unterstützte Mehrgefahrenversicherung

Luftbild Überschwemmung
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
04.06.2019

Bayern und Baden-Württemberg fordern einen Prämienzuschuss von 50 % - der Lamdwirt würde dann also 50 % der Versichunggsprämie tragen, der Bund 30 % und das Land 20 %.

Die bayerische Staatsregierung will die betriebliche Risikoabsicherung in der Landwirtschaft verbessern. Damit sollen Landwirte bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels unterstützt werden. Das Kabinett in München hat dazu eine Bundesratsinitiative beschlossen, die gemeinsam mit Baden-Württemberg in die Länderkammer eingebracht und am 07.06. zur Abstimmung gestellt werden soll. Der beschlossene bayerisch-baden-württembergische Vorschlag eines Prämienzuschusses orientiert sich am Beispiel Österreichs: Der Landwirt übernimmt die Hälfte der Versicherungsprämie, der Bund 30 % und das Land 20 %.

Nach Einschätzung der bayerischen Staatsregierung ist eine betriebliche Absicherung vor existenzgefährdenden Schäden in der Landwirtschaft angesichts der zunehmenden Risiken durch Starkregen oder auch Dürreperioden unerlässlich. In vielen anderen europäischen Ländern sei sie bereits Realität. Die bislang am deutschen Markt vorhandenen Angebote der Versicherungswirtschaft seien jedoch nicht ausreichend, da für einige Sektoren und Risiken noch keine wirtschaftlich tragbare Versicherung angeboten werde, heißt es seitens der Staatsregierung.

Zudem drängt Bayern auf eine bundesweite Harmonisierung der Versicherungssteuer. Für das Risiko Dürre soll statt wie bisher 19 % der Versicherungsprämie ebenfalls ein ermäßigter Steuersatz von 0,03 % gelten, entsprechend den Schadensrisiken Hagel, Sturm, Starkregen und Überschwemmungen.

Mit Material von AgE
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