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Tierwohl

Initiative Tierwohl steht staatlichem Siegel offen gegenüber

pd
am
13.01.2017

Bonn - Die Organisation gibt aber zu bedenken, dass breite Veränderungen intensiv vorbereitet und nicht vorschnell eingeführt werden sollten. Die Umsetzung eines staatlichen Labels für mehr Tierwohl muss in einem geordneten Prozess erfolgen, in dem die Ziele, die Kriterien, die Organisation, die Überprüfung, die Finanzierung, die Kommunikation und der Zeitplan mit allen beteiligten Wirtschaftskreisen abgestimmt werden.

Mastschweine in der Bucht

Die wirtschaftsgetragene Initiative Tierwohl begrüßt nach eigener Aussage jeden Schritt für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung. Deswegen stehe sie der Ankündigung des Bundesministeriums, ein staatliches Tierwohllabel einführen zu wollen, offen gegenüber.

Die an der Entwicklung und Umsetzung der Initiative Tierwohl beteiligten Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel halten aber folgende Punkte für wichtig, wenn mit dem staatlichen Tierwohllabel eine dauerhafte und praxisfeste Lösung erzielt werden soll:

  • Abgestimmter Prozess: Breite Veränderungen sollten intensiv vorbereitet und nicht vorschnell eingeführt werden. Die Umsetzung eines staatlichen Labels für mehr Tierwohl muss in einem geordneten Prozess erfolgen, in dem die Ziele, die Kriterien, die Organisation, die Überprüfung, die Finanzierung, die Kommunikation und der Zeitplan mit allen beteiligten Wirtschaftskreisen abgestimmt werden.
  • Breiter Konsens: Ein breitenwirksamer Ansatz muss auf dem Konsens aller Branchenbeteiligten beruhen und sollte keinen Marktteilnehmer benachteiligen.
  • Einbindung der Initiative Tierwohl: Die Partner des Branchenbündnisses erwarten die Einbeziehung der Initiative Tierwohl bei der Entwicklung des staatlichen Tierwohllabels. Das Label sollte die Initiative sinnvoll ergänzen.
  • Verbindliche Freiwilligkeit: Ein staatliches Tierwohllabel sollte auf die freiwillige Teilnahme der Tierhalter und die Verbindlichkeit auf allen Vertriebsstufen setzen und neben Schweinen von Beginn an auch Geflügel berücksichtigen.

Entsprechend dieser Ansätze erwarten die Bündnispartner der Initiative Tierwohl weitere Konkretisierungen des Bundesministeriums zum staatlichen Tierwohllabel – etwa zu Zielen, dem Zeitplan und zu geplanten Schnittstellen zur Initiative Tierwohl.

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